Phase 3 beginnt
Während sich nun zeigt, dass fast alle Segmente des Finanzsektors ausgereizt und überstrapaziert sind – ganz gleich ob Immobilien- , Renten- oder Aktienmärkte – richten immer mehr Investoren ihre Aufmerksamkeit auf die Edelmetalle.
Wenn heute eine Finanzinstitution, eine Bank, oder ein moaroder EU-Mitgliedstaat mit sehr großen Schulden von staatlicher Seite gerettet wird, dann sind es letztendlich die Bürger und Steuerzahler, die dafür bezahlen. Der Staat “leiht” den Pleite gegangenen Institutionen/Staaten Geld und belohnt sie dadurch noch für ihr Missmanangement.
Aber dieses “geliehene” Geld wird niemals mehr zurück gezahlt und außerdem ist es nicht das Geld des Staates oder der Notenbank, sondern es ist das Geld, das man den Bürgern in Form von Steuern abnimmt. Konkret bedeutet dies Enteignung von Bürgern.
Der einzige Schutz für jede Frau und jeden Mann in unserem Land gegen die systematische Enteignung ist der Besitz von Gold und Silber: “Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die versteckte Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Enteignungsprozess. Es beschützt Eigentumsrechte.” (Alan Greenspan 1966)
Wir kommen jetzt in Phase 3 der Goldhausse, wo Gold und Silber als Inflationsschutz und Vermögenssicherung heiß begehrt werden. Die Monate April und Mai haben uns einen Vorgeschmack auf das gegeben, was passiert, wenn die Menschen in unserem Land mitbekommen, wohin die große Reise geht: das Angebot an Geld/Schulden ist grenzenlos, Gold und Silber gibt es nur in begrenzten Mengen.
Diese Tatsache wird in den kommenden Wochen und Monaten vielen Menschen immer bewusster werden. Und manche werden wieder bedauern, dass sie im August nicht die Gelegenheit zum Einstieg und/oder Nachkaufen von Goldbarren und Silbermünzen genutzt haben. Aber das ist nicht das Problem. Auch jetzt ist es ein günstiger Zeitpunkt, die Früchte seiner Arbeit in Sicherheit zu bringen.
© Hubert Roos, SilviOr GmbH
JA, der Aufschwung ist da! Wirklich?
Zur Zeit ist Ferienstimmung in Deutschland und dem Rest der Welt. Die Nachrichtenlage ist optimistisch wie schon lange nicht mehr: FOCUS verkündet in der Ausgabe vom 26. Juli “JA, der Aufschwung ist da!”. Die deutsche Wirtschaft hakt die Krise ab; der Staat bekommt mehr Einnahmen als erwartet.
Dies spiegelt sich auch an den Kursen der Edelmetalle wider. Gold und Silber waren während der Staatsschuldenkrise im Frühjahr gefragt wie zu Lehman-Zeiten. Aktuell sind die Käufe nach der scheinbaren “Überwindung” der Krise auf niedrigerem Niveau. Das freudig verkündete positive Ergebnis des Bankenstresstests hat zu einer weiteren Beruhigung der Märkte geführt.
Wir gönnen unseren Politikern, Bankvorständen, Mitbürgern und uns die Atempause. Der Herbst wird ganz bestimmt wieder spannender, denn an der fundamentalen Situation hat sich nichts geändert – im Gegenteil. Die Finanzmärkte sind in dem angespanntesten und nervösesten Zustand, den es je gegeben hat. An allen Ecken und Enden quillt Rauch durch die Ritzen:
Die USA konnten durch die Griechenlandkrise ein paar Monate davon ablenken, dass sie dabei sind, in tiefste Rezession zu stürzen. Großbritannien kann sich bald nicht mehr refinanzieren und das Land stürzt in die Tiefe wie Griechenland. In China ist der Immobilien-Boom kurz vor dem Zusammenbruch. Der europäische Banken-Stresstest war eine PR-Aktion, um die Märkte über die Sommerferien zu hieven. Hinter den Kulissen herrscht hellste Aufregung in den Finanzinstituten.
Die Mehrheit der Anleger vertraut darauf, dass die Politiker und die Notenbanker alles unter Kontrolle haben. Die Griechenland-Spanien-Krise im April/Mai 2010 hat aber bewiesen, dass das, was vor 7 Jahren im Buch “Gold-Boom” angekündigt wurde, sehr ” schnell und unerwartet” eintreten kann. Wenn ein Misstrauensfunke überspringt, wollen private und institutionelle Anleger ihre Gelder dem Staat und den Banken nicht mehr überlassen.
In solchen Krisensituationen wird Gold und Silber gerne und gierig gekauft. Wenn sich die Märkte beruhigen und die Kurse wieder etwas nachgeben, kommt bei manchem Panikkäufer die Reue, weil er ja jetzt “Geld verloren hat”. Falsch gedacht!
Er besitzt jetzt die gleiche Menge Gold und Silber wie zum Kaufzeitpunkt. Alles andere ist nur eine Frage der Zeit. Momentan sind günstige Kaufkurse für Gold und Silber.
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Die Früchte unserer Arbeit – was haben wir mit den Chinesen gemeinsam?
China mit seinen 1,3 Milliarden Menschen ist zu einer ungeheueren Wirtschaftsmacht geworden. Niemand kann mit China konkurrieren, wenn es um den Preis geht. China verkauft unvorstellbare Gütermengen an den Rest der Welt, ohne dass der Rest der Welt auch nur den Ansatz einer Chance hätte, in annähernd gleichem Umfang an China zu verkaufen.
Der Grund für diese Malaise liegt darin begründet, dass es keinen Goldstandard mehr gibt. Durch die Aufhebung der Goldbindung des US-Dollars im Jahr 1971, wurden alle Weltwährungen zu Falschgeldwährungen. Vor 1971 mussten die Wirtschaftsnationen halbwegs ausgeglichene Bilanzen vorweisen, um Geschäfte machen zu können. Sie strebten alle mehr oder weniger einen Zustand an, wo sie mehr exportieren konnten als sie importierten. Damit konnten sie Wohlstand in Form von US-Dollars anhäufen, die ja nach dem Abkommen von Bretton Woods aus dem Jahr 1944 “so gut wie Gold” waren.
Die einzigen, die sich aus diesem System ausklinken konnten, waren die USA, da ja sie es waren, die die Dollars herstellten, die “so gut wie Gold” waren. Das ersparte ihnen zunächst die Mühe des Schaffens und Produzierens; sie erfreuten sich am Spiel des Gelddruckens, ließen andere Nationen für sich arbeiten und importierten fleißig Güter aus aller Welt. Als andere Nationen, insbesondere Frankreich, sich statt mit Dollars mit Gold aus den Reserven der USA auszahlen lassen wollten, stoppten die USA unter Nixon den Tausch von Dollars gegen Gold und boten fortan ausschließlich ihr Papiergeld als Zahlungsmittel an.
Seitdem funktonierte der Welthandel ausschließlich auf Papierdollarbasis, was nichts anderes ist als das Spielgeld im Monopoly. Da alle anderen Weltwährungen direkt oder indirekt mit dem Dollar korrelieren, sind auch sie nichts anderes als Falschgeld ohne Deckung. Riesige Dollarströme überfluteten die Welt und sorgten dafür, dass die internationalen Finanzeliten unter Führung der US-Investmentbanken mit ständig sich ausweitenden Kreditvolumina immer größere Profite generierten.
Die USA, die den Rest der Welt mit selbstgemachtem Papiergeld “bezahlten”, sangen währenddessen das hohe Lied des Freihandels und der Globalisierung, um ihre Strategie zu verschleiern. Sie konnten mit ihrem Spielgeld alles kaufen was sie wollten, in jeder Menge, zu jedem Preis. Mit ihrem Spielgeld “kauften” sie Waren überall auf der Welt und trugen den Gedanken des “Freihandels” rund um den Globus. Den wahren Preis für ihre betrügerischen Kauf-Exzesse zahlten und zahlen die Nationen, die Dollarreserven angehäuft haben. Der Gegenwert für diese Positionen ist sehr gering.
Nach und nach dämmert es der Welt – insbesondere China mit seinen gigantischen “Dollarreserven” – dass das, was sie als Zahlungen für erbrachte Leistungen erhalten haben, nichts anderes als Bits und Bytes in amerikanischen Computern sind. Wenn China nicht mehr mitspielt, könnten amerikanische Banker in New York in Minuten die Bits und Bytes ausradieren und China stünde mit leeren Taschen da. Das ist der wahre Grund, weshalb China Gold kauft. Und das ist der Grund, weshalb China weiterhin als Goldkäufer weitestgehend still und leise auftreten wird.
Die schreckliche Wahrheit für China lautet: Sie haben die Welt 30 Jahre lang mit Gütern versorgt für Geld, das keinen Wert hat. Sie haben 30 Jahre lang geschuftet, ein Industrie-Imperium aufgebaut für ein “Taschengeld”. Die 2,5 Billionen Dollar, die sie an Reserven besitzen, sind Informationen in Computern – genau so wie die “Reserven”, die sich die Bürger in Deutschland mit ihren Rentenansprüchen und Lebensversicherungen aufgebaut haben.
Wer in Deutschland 20, 30 oder 40 Jahre gearbeitet hat, findet seine Reserven für den Ruhestand in den Computern der Renten- und Lebensversicherungen. Wer die Früchte seiner Arbeit sicher konsvervieren will, macht es wie die Chinesen. Kaufen Sie Silber. Kaufen Sie Gold.
© Hubert Roos, SilviOr GmbH
Gold, Silber, Bargeld – sonst nichts.
In der zweiten Jahreshälfte 2010 werden die Schuldner die bittere Wahrheit hinter dem Begriff Überschuldung entdecken. Was die Überschuldung und die dadurch notwendige Politik des öffentlichen Sparens für die Menschen in den westlichen Staaten konkret bedeuten wird, ist nicht nur für die meisten Bürger, sondern auch für die meisten Politiker noch nicht vorstellbar.
Eines jedoch dürfte den mitdenkenden Individuen dämmern: die Auswirkungen werden für Gläubiger massiv und heftig sein. Wir gehen davon aus, dass Wertverluste auf Forderungen/Guthaben von 30% (für Euro oder Yen ) und bis zu mehr als 50% (für Dollar oder Pfund) hingenommen werden müssen. Dies kann durch Abwertung oder durch Gelddrucken geschehen. Für die Gläubiger/Sparer/Anleger bleibt das Ergebnis gleich.
Die zurückliegenden Wochen haben gezeigt, wie leicht die Gefahr von Staatsbankrotten Panik an den Finanzmärkten auslösen kann. Mit einer gewissen Genugtuung kann man feststellen, dass die englischen und amerikanischen Medien in die Grube fallen, die sie dem Euro gegraben haben. Denn nun sind die internationalen Finanzmärkte für das Problem der Staatsschulden sensibilisiert.
In den letzten Wochen und Monaten hat wieder einmal die Geschichte ihren Sinn für Ironie bewiesen: Da wollten die Amerikaner und Briten den Euro zu Grabe tragen und scheuten nicht vor einer massiven Kampagne gegen Griechenland zurück.
Das Verhalten der Financial Times hierbei war geradezu skandalös. In ihrer Ausgabe vom 25.05.2010 veröffentlichte sie einen Artikel, der dem Euro den Todesstoß versetzen sollte. Nach den Aussagen des Artikels hätte China beschlossen, die Umwandelung eines Teils seiner Währungsreserven von Dollar in Euro einzustellen, da es das Vertrauen in die europäische Gemeinschaftwährung verloren habe.
Der Artikel, der als Aufmacher der online-Seite der FT erschien, war in der Tat tödlich. Aber nicht für den Euro, sondern für die FT-Kampagne gegen Griechenland und den Euro, die das Blatt schon seit Dezember 2009 führte. Denn der Artikel kommt ohne jegliche Quellenangabe aus und kann sich auf keine Tatsache stützen.
Die chinesische Regierung dementierte die Nachricht schon am nächsten Tag in schärfster Form, während Konkurrenzmedien das Fehlen von Quellen bemängelten. Seit diesem Tag hat die FT ihre Kampagne gegen den Euro eingestellt.
Ironie des Schicksals ist es, dass die USA und England damit das Ergebnis produzierten, dass ihnen – aus Angst vor übermäßigen Staatsschulden – kein Staat mehr auf dem Weg zu weiteren Konjunkturprogrammen folgen möchte.
Es kam aber sogar noch schlimmer für die schuldenorientierte Konjunkturpolitik der Amerikaner: Die Panik der Euroländer lässt die Europäer genau das Gegenteil von dem machen, was die Amerikaner erreichen wollten. Sie schnüren nämlich Sparpakete, geben also bald nicht mehr, sondern weniger Geld aus. Damit wird schon im nächsten Halbjahr einer der Grundpfeiler des internationalen Systems der letzten Jahrzehnte, nämlich das schuldenfinanzierte Wachstum, erschüttert.
Für Anleger/Investoren wird sich daraus folgendes entwickeln: Im Laufe des Sommers wird der Euro aus den Schlagzeilen verschwinden; diese Entwicklung hat schon seit zwei Wochen eingesetzt. Das wird ihm die Möglichkeit geben, still und leise wieder auf einen Wechselkurs von über 1,30 USD zu klettern.
Das Pfund hingegen wird weiter abstürzen, weil immer schlechtere Nachrichten über die britische Wirtschaft und den Zustand der Finanzen bekannt werden. Der Wert des Yen und des Dollars wird unter Druck geraten, weil immer mehr Anleger sich die berechtigte Frage stellen werden, ob diese Länder je in der Lage sein werden, ihre Schulden zurückzuzahlen.
Für die Aktienmärkte ist seit den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts eine wachsende US-Wirtschaft die Grundvoraussetzung für das reibungslose Funktionieren. Nun ist aber der Wachstumsmotor der globalen Märkte defekt und muss vollkommen überholt werden. Die Reaktion der Investoren kann nur katastrophal sein.
In einem solchen Umfeld raten wir jedem Sparer und Investor, sich auf sichere Verteidigungslinien zurückzuziehen: Gold, Silber, Bargeld – sonst nichts. Die Zeit für Immobilien kommt später.
© Hubert Roos, SilviOr GmbH
Geldmangel oder Goldmangel?
Alle Bürger, Sparer, Anleger, die sich monentan darüber ärgern, wie die Milliarden verschleudert werden, dürfen gelassen bleiben. Das große Geldspiel Monopoly lehrt uns, dass am Ende nicht derjenige gewinnt, der am Anfang mit dem meisten Geld um sich wirft, sondern derjenige, der nicht bankrott geht.
Den Bankrott kann man vermeiden, wenn man die Spielregeln kennt. Der Schlüssel für die Gewinner-Strategie in der Schlussphase des Monopoly-Spiels liegt im Häusermangel. Geldmangel kann nicht herbeigeführt werden, da die Bank im Spiel wie im echten Leben immer wieder Geld herstellen kann – notfalls mit selbstgeschriebenen Zetteln.
Das Angebot an greifbaren Werten wie Hotels und Häusern ist begrenzt und wenn es keine Gebäude mehr zu verkaufen gibt, müssen die kaufwilligen Spieler warten, bis ein anderer Mitspieler freiwillig oder gezwungenermaßen seine Häuser an die Bank zurückgibt bzw. an den meistbietenden verkauft.
Wenn alle Häuser vergeben sind und ein Mitspieler mit vielen Häusern diese nicht aus der Hand gibt, sind die noch vorhandenen Hotels wertlos. Wenn einem anderen Spieler die vier Häuser auf seinem Grundstück fehlen, kann er nicht in ein Hotel umwandeln, ganz gleich wieviel Papiergeld er besitzt. Und das Papiergeld nützt nichts mehr, wenn man dafür keine echten Werte kaufen kann.
Auch wenn es nicht möglich ist, alle Häuser in seinen Besitz zu bekommen, so bedeutet jeder Hauskauf ein Reduzieren der Bestände und somit ein Stück mehr Kontrolle über den Markt. Dann können die anderen Mit- oder Gegenspieler das volle Potential ihrer Gelder nicht ausschöpfen.
Ähnlich ist es auch mit den Vermögenswerten im wirklichen Leben. Wie im Monopoly-Spiel überlebt nicht derjenige, der in der Startphase das meiste Geld hat, sondern wer in der Schlussphase die richtigen Werte besitzt.
Gold und Silber waren über Jahrtausende anerkannte Zahlungsmittel und sichere Wertspeicher. Die Zeit und Welt, in der wir heute leben, ist nicht geprägt von Geldmangel, sondern von Knappheit der echten Werte Gold und Silber.
Die letzten Wochen haben wieder einmal gezeigt, wie schnell es gehen kann, dass die Gold- und Silberregale leer sind. Deshalb am besten jetzt Gold kaufen und Silber kaufen.
© Hubert Roos, SilviOr GmbH
Können sich die USA aus der Krise lügen?
Der Sturm auf den Devisenmärkten wütet und nimmt an Stärke zu. Aus Washington und London werden massive Angriffe gegen den Euro geführt. Aus London, weil dies der britischen Regierung die Möglichkeit gibt, ihre finanziell aussichtslose Lage noch eine Zeitlang zu verschleiern. Aus Washington, weil die Finanzierung der Defizite immer schwieriger wird und sie einen Konkurrenten für ausländisches Kapital ausschalten möchte.
Der angebliche US-Aufschwung ist in Wirklichkeit ein Hirngespinst, eine riesige Kommunikationskampagne, mit der versucht wird, im Inland die Konsumfreude der Privathaushalte anzukurbeln und im Ausland eine Panik der Kreditgeber zu vermeiden.
Am Beispiel von General Motors kann man gut sehen, wie Amerika seine Lügenmärchen strickt: Am 21. April 2010 schrieb der Vorstandsvorsitzende von General Motors in einem Gastbeitrag im Wall Street Journal (WSJ), dass sich die Lage seines Unternehmens so sehr gebessert habe, dass es die 5,8 Millarden Dollar Subventionen an das US-Finanzministerium zurückzahlen könne.
Die Medien und die Regierung Obama verbreiteten die Information euphorisch. Die europäischen Medien übernahmen freudig die entsprechenden Nachrichten der internationalen Presseagenturen ohne größere Nachprüfung. Aber die Wahrheit sieht leider ganz anders aus.
Denn zum einen hat General Motors verschwiegen, dass es sich bei dieser Summe lediglich um einen Teilbetrag der Gesamthilfsgelder in Höhe von 49,6 Milliarden Dollar handelt. Und als besonderer Gag kommt noch erschwerend hinzu, dass GM den Teilbetrag mit einem weiteren Kredit der US-Regierung zurückgezahlt hat.
Die USA geben sich der Illusion hin, sie könnten, im Gegensatz zu den anderen westlichen Ländern, einen drastischen Sparkurs vermeiden, weil ihre Wirtschaft sich wieder auf einem moderaten Wachstumskurs befände. Der Anstieg der Aktienkurse war der einzige Faktor in der US- Wirtschaftsentwicklung gewesen, der zum positiven Ausschlag einiger Wirtschaftsindizes geführt hatte. Diese Phase des “Aufschwungs” ist nun schon wieder vorbei.
Deshalb müssen sich die Regierungen der Euro-Staaten darauf vorbereiten, dass weiterhin Angriffe gegen den Euro erfolgen werden und dass die Medien – teilweise durch US-Propaganda angestachelt – gegen die verantwortlichen Politiker Sturm laufen werden, um die öffentlichen Meinungen in Europa zu teilen und gegeneinander zu hetzen .
Da die angelsächsischen Medien weltweit dominierend sind, sind sie nicht nur ein ideales Sprachrohr für entsprechende Gerüchte, die sie einem sehr großen Publikum bekannt machen können, sondern es kommt erschwerend hinzu, dass in vielen europäischen Ländern die Presse sich damit begnügt, bei FTD, WJS etc. abzuschreiben.
Nicht die schwierige Lage Griechenlands war in erster Linie der Auslöser für Kursabstürze an der US-Börse. Der wahre Auslöser ist die Sorge um den Zustand der US-Wirtschaft, die immer desolater wird. Gefährlich für den Dollar ist insbesondere die Tatsache, dass er gegenüber Gold und den Währungen seiner wichtigsten Handelspartner kontinuierlich an Wert verliert (gegenüber der australischen und kanadischen Währung z.B. ein Wertverlust von 10% seit Jahresbeginn).
Wir gehen davon aus, dass die aktuelle relative Euroschwäche im Vergleich zum Dollar nur eine vorübergehende Durchbrechung des langfristigen Trends darstellt. Angemessen wäre aktuell ein Kurs von 1,45 Dollar für einen Euro, und wir gehen davon aus, dass dieser Kurs bis Ende 2010 wieder erreicht wird.
Mit Beginn des kommenden Winters, in dem die Folgen der US-Verschuldung sich bemerkbar machen werden und das ausländische Kapital aus den USA abfließen wird, wird der Dollar auf neue Tiefststände sinken.
Der aktuelle Euro-Dollar-Wechselkurs beflügelt die europäischen Exporte und vergrößert damit auch noch die amerikanischen Defizite. Allein das wird bald wieder für einen Anstieg des Euros im Vergleich zum Dollar sorgen.
Gold und Silber sind nach wie vor die idealen sicheren Investitionen. Aber natürlich nur greifbares Edelmetall: Goldbarren und Silbermünzen. Zertifikate sind zu meiden! Und Cash is King, solange die Rendite bei anderen Investitionen so niedrig bleibt.
Vorsicht bei den Banken: In nächster Zeit werden einige von ihnen wieder zugeben müssen, dass sie eigentlich pleite sind; und zwar nicht nur in den USA, wo der Rhythmus der Bankeninsolvenzen sich wieder beschleunigt.
© Hubert Roos, SilviOr GmbH
Griechenland, Portugal, Spanien: Gold – heute wichtiger denn je!
Das Einzigartige an Gold ist die Tatsache, dass keine Regierung der Welt und keine Notenbank Gold herstellen und durch inflationären Gebrauch entwerten kann. Das unterscheidet physisches Gold von allen anderen auf Papier gedruckten Anlageformen wie Aktien, Anleihen, Banknoten oder Kontoguthaben.
Wer physisches Gold besitzt, kann nicht durch eine Konkurserklärung eines Schuldners enteignet werden, da der Wert des Goldes unabhängig vom Zahlungsversprechen Dritter besteht. Gerade dieser Sachverhalt gibt Gold in unserer heutigen Zeit die Bedeutung zurück, die es in den letzten 30 Jahren scheinbar verloren hatte.
In einem Artikel aus dem Jahr 1966 zeigte der ehemalige Vorsitzenden der amerikanischen Notenbank Alan Greenspan den Wert und die Bedeutung des Goldstandards auf:
„Wenn Banken Geld ausleihen, um produktive und profitable Unternehmen zu finanzieren, werden die Ausleihungen rasch zurückgezahlt und Bankkredit ist weiterhin allgemein verfügbar. Aber wenn die mit Bankkrediten finanzierten Geschäfte weniger profitabel sind und nur langsam zurückgezahlt werden, spüren die Banker schnell, dass ihre ausstehenden Darlehen zu hoch sind im Verhältnis zu den Goldreserven und sie fangen an, mit neuen Ausleihungen zurückhaltender zu sein, üblicherweise indem sie höhere Zinsen berechnen. Dies begrenzt die Finanzierung neuer Unternehmungen und erfordert von den bestehenden Schuldnern, dass sie ihre Gewinnsituation verbessern, bevor sie Kredite für weitere Expansionen bekommen können.“
Durch die begrenzten Goldreserven, die einer Notenbank zur Verfügung standen, wurde automatisch eine ungleichgewichtige Expansion der Geschäftstätigkeit gestoppt, bevor sie sich zur Katastrophe entwickeln konnte. Erforderliche Korrekturphasen waren in der Regel kurz und die Wirtschaft konnte bald wieder auf den Expansionskurs zurückkehren.
Leider wurde dieser Heilungsprozess als Krankheit fehlinterpretiert. Die Argumentation der Wirtschaftsinterventionisten lautete folgendermaßen: wenn der Mangel an Bankreserven einen Konjunkturabschwung bewirkte, müsste man lediglich einen Weg finden, um zusätzliche Reserven zur Verfügung zu stellen, so dass sie nie knapp werden müssten. Die Banken könnten dann unbegrenzt fortfahren, Geld zu verleihen und es würde keine Konjunkturrückschläge mehr geben.
Daraufhin wurde 1913 das Federal Reserve System organisiert, das aus 12 regionalen Federal Reserve Banken bestand. Ab diesem Zeitpunkt konnte zusätzlich zum Gold auch noch von den Federal Reserve Banken geschöpfter Kredit als legales Zahlungsmittel dienen.
Ein großer „Nachteil“ des Goldstandards konnte mit diesem Federal Reserve System beseitigt werden: die verfügbaren Geldmittel waren nicht mehr an die vorhandenen Goldreserven gebunden, sondern konnten beliebig geschöpft werden. Solange der Goldstandard Bestand hatte, waren keine chronischen Haushaltsdefizite möglich, da der Kreditumfang, den die Wirtschaft verkraften konnte von den realen Sachwerten der Wirtschaft begrenzt wurde und weil jedes Kreditverhältnis letztendlich ein Anspruch auf einen realen Sachwert darstellte.
Die Abschaffung des Goldstandards ermöglichte es den Regierungen, das Banksystem für eine unbegrenzte Kreditexpansion zu missbrauchen, indem sie Papiervermögen in Form von Staatsanleihen erzeugten. Dieses Papiervermögen akzeptierten die Banken als Sicherheit, gleichsam als Ersatz für das, was früher eine Einlage in Gold war.
Trotz dieses Vorteils, den die Aufhebung des Goldstandards für den Staat brachte, wurde natürlich das Gesetz von Angebot und Nachfrage nicht aufgehoben. Wenn das Angebot von Geld im Verhältnis zum Angebot von realen Gütern und Dienstleistungen steigt, müssen die Preise unweigerlich steigen. Greenspan machte dies vor mehr als vierzig Jahren in seiner Rede deutlich:
„Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. … Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die versteckte Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es beschützt Eigentumsrechte. Wenn man das einmal verstanden hat, ist es nicht mehr schwer zu verstehen, warum die Befürworter des Wohlfahrtsstaates gegen den Goldstandard sind.“
Mehr ist dem nicht hinzu zu fügen.
© Hubert Roos, Auszug aus “Gold-Boom”, Börsenmedien AG, Kulmbach 2003; erhältlich bei Amazon
Good bye England
Der Rummel, den die britischen und amerikanischen Medien wegen Griechenland veranstaltet haben, sollte insbesondere dazu dienen, den Akteuren in der Wirtschaft und auf den Finanzmärkten die viel desolatere Situation der USA und Großbritanniens zu verschleiern.
Beide Länder wollen nicht nur – sie müssen davon ablenken, dass sie am Abgrund stehen. Welcher Kreditgeber könnte oder wollte Großbritannien Geld leihen, wenn nach den Wahlen vom Mai die desolate Lage des Staates und der Wirtschaft aufgedeckt wird?
Die finanzielle Lage Großbritanniens ist so gefährlich, dass die zuständigen Beamten den zur Wahl stehenden Parteien einen Vorschlag unterbreitet haben, mit dem sichergestellt werden soll, dass nach der Wahl kein Machtvakuum entsteht. Denn dann könnten das britische Pfund und die Kurse der Staatsanleihen gnadenlos abstürzen.
Bis zu den Wahlen frisiert die Regierung Brown die Statistiken, um den wahren Zustand zu verschleiern, und man hofft, den Sieg im letzen Moment erzwingen oder zumindest eine verheerende Niederlage vermeiden zu können.
Wie man am Beispiel der von den angelsächsischen Medien gesteuerten Kampagne gegen den Euro sehen kann, ist im westlichen Lager inzwischen ein Währungskrieg ausgebrochen. Der wird auf den Devisenmärkten für die absehbare Zeit für weitere Unruhe sorgen.
Die nächste Krise des britischen Pfunds, gefolgt von der Krise des US-Dollars zum Jahreswechsel 2010/2011, wird zu einer solchen Instabilität führen, dass auch andere Währungen an den Rand des Zusammenbruchs geraten werden.
Der Euro wird sehr bald wieder seinen Wert von vor der „griechischen Krise“ wiederfinden und im Verhältnis zu Dollar und Pfund weiter aufwerten. Investoren sollten Großbritannien und die USA meiden.
Wir empfehlen, um die Risiken der Krise gut zu überstehen, ein Portfolio, das ein Viertel bis ein Drittel Gold und Silber aufweist (reales Gold und Silber in Form von Barren und Münzen, keine Zertifikate).
© Hubert Roos, SilviOr GmbH
Lust auf Tee-Party?
Aus dem Geschichts- und Englischunterricht kennen wir die Boston Tea Party. Das war keine gemütliche Tee-Stunde am warmen Kamin, sondern ein Akt des Widerstandes der Bürger aus den amerikanischen Ost-Staaten gegen die britische Kolonialpolitik.
Am 16. Dezember 1773 drangen als Indianer verkleidete Bostoner Bürger in den Hafen ein und warfen Ladungen Tee der englischen East India Trading Company von drei dort vor Anker liegenden Schiffen ins Wasser. Die Boston Tea Party war der Höhepunkt eines langen Streits zwischen den nordamerikanischen Kolonien und dem Mutterland Großbritannien.
Die Schulden der englischen Krone hatten sich in wenigen Jahren verdoppelt. Die Kosten, die die Kolonien direkt verursachten, stiegen ständig. Angesichts der hohen Staatsschulden sah es das englische Parlament als gerechtfertigt an, dass die Kolonien einen Teil der Unterhaltung der zu ihrem Schutz entsandten Truppen in Form von Steuern trugen.
Die Siedler in Nordamerika wollten jedoch keine Steuern zahlen, solange sie kein Mitbestimmungsrecht im englischen Parlament hatten und gingen in Protesthaltung, die schließlich in dem symbolträchtigen Akt der Boston Tea Party ihren Höhepunkt erreichte. Danach eskalierte die Entwicklung und 15 Monate später brach der amerikanische Unabhängigkeitskrieg aus.
In Anlehnung an die Ereignisse von vor fast 240 Jahren hat sich eine Bürgerbewegung in den USA etabliert, die sogenannte “Tea Parties” veranstaltet. Dabei wird kein Tee ins Wasser geworfen, sondern es werden Demos und Veranstaltungen organisiert, bei denen die von der Finanzkrise durch Arbeitslosigkeit und Verarmung betroffene Mittelklasse gegen die Verursacher protestiert. Auch in europäischen Ländern, darunter EU-Mitgliedsländer, finden immer mehr Demos und Protestveranstaltungen statt.
Bei uns in Deutschland wird darüber nicht berichtet. Man muss schon ausländische Medien lesen, um halbwegs mitzubekommen, was sich tatsächlich tut. Bei uns gilt immer noch: Ruhe ist die erste Bürgerpflicht – diejenigen, die die Krise verursacht haben können sich weitestgehend unbehelligt aus dem Staub machen und werden oft noch fürstlich abgefunden (Neue Zürcher Zeitung – Eilmeldung vom 31. 3. 2010: Geldregen für Credit-Suisse-Banker; Mitte April werden Boni in Höhe von über 3 Milliarden Franken an die Top-Manager ausgeschüttet).
Lust auf Tee Party hat hier in unserem Land (noch) niemand. Ein stiller Protest kommt von den Menschen, die den Verursachern der Finanzkrise die Substanz entziehen und ihre persönliche Unabhängigkeitserklärung formulieren indem sie Goldbarren und Silbermünzen kaufen.
© Hubert Roos, SilviOr GmbH
Gold 2010: Hinter den Kulissen – Teil 3
In insgesamt drei Episoden widmet sich Silvior-Chef Hubert Roos der Frage, welche Geschehnisse hinter den Kulissen den Goldpreis zukünftig beeinflussen dürften. Auf die Frage, weshalb Gold in den letzten Jahren so stark an Wert gewonnen hat und sich auch in Zukunft sehr positiv entwickeln wird, werden immer wieder mannigfaltige Gründe und Argumente geliefert. Dazu zählen steigende Rohstoffpreise im Allgemeinen, die Sorge vor einer anziehenden Inflation bis hin zu Ängsten vor einer Hyperinflation, geopolitischen Risiken oder der Angst vor einem Dollar-Crash.
Die ersten beiden Teile dieser Serie erschienen bereits vor zwei bzw. einer Woche und können hier nochmals aufgerufen werden:
Episode II
Episode III
Im Laufe der Zeit kamen weitere Indizien und Aussagen hinzu, welche die GATA-Theorie plausibel erscheinen lassen. Nach offiziellen Angaben haben die Federal Reserve und das US-Finanzministerium ihre Hände nicht im Spiel, wenn es um Gold geht. Nach öffentlichen Aussagen hingegen kann man das Gegenteil annehmen.
Alan Greenspan selbst bestätigte in einer Rede vor hohen Finanzbeamten im Juli 1998 Interventionen zugunsten eines starken Dollars und eines gezügelten Goldpreises: „Die Zentralbanken stehen bereit, Gold in zunehmenden Mengen zu verkaufen, falls der Preis zu stark steigen sollte“. Später erläuterte er diese Aussage in einem öffentlich gewordenen Brief an Senator Joseph Lieberman: „Diese Beobachtung beschreibt lediglich die begrenzten Möglichkeiten privater Stellen, den Goldmarkt über eine Drosselung der Nachfrage zu beeinflussen, wenn man die zu beobachtende Bereitschaft einiger ausländischer Zentralbanken – nicht der Federal Reserve – in Betracht zieht, Gold als Reaktion auf Preissteigerungen zu verleihen.“
Dies dürfte ein klarer Beweis aus dem Munde des damaligen Fed-Vorsitzenden sein, dass Zentralbanken im Goldmarkt intervenieren, auch wenn Greenspan in dieser Aussage eine Beteiligung der amerikanischen Zentralbank verneinte.
Weitere Unterstützung für die Interventions-/Manipulationstheorie des Goldpreises durch die Zentralbanken leitet GATA aus dem Zusammenhang mit dem ersten Washingtoner Goldabkommen ab. Am 26. September 1999 wurde dieses Abkommen von der Europäischen Zentralbank (EZB) und 14 europäischen Zentralbanken, einschließlich der Bank of England, unterzeichnet. Inhalt des Abkommens war es, ihre Goldverkäufe und Leihaktivitäten für die folgenden fünf Jahre zu limitieren auf 400 Tonnen pro Jahr - insgesamt also 2.000 Tonnen über diesen Zeitraum.
Eingeschlossen in diese Regelung waren die noch verbliebenen 365 Tonnen der Bank of England, die aus dem Anfang des Jahres angekündigten Gesamtvolumen von 415 Tonnen noch nicht verkauft waren. Ziel dieses Abkommens war es, den Goldpreis im Vorfeld der Euro-Einführung zu stabilisieren. Als Folge dieses Abkommens schoss der Goldpreis, nachdem diese Angebotsverknappung publiziert war, von 270 US-Dollar auf 325 Dollar pro Unze nach oben. Dies war nun sicherlich ein nicht beabsichtigter Effekt.
Zwar wollten die beteiligten Länder einen stabilen Goldpreis, aber sie wollten keinen hohen Goldpreis, denn damit hätten sie sich möglicherweise sehr große Unannehmlichkeiten eingehandelt. Was sie auf keinen Fall wollten, war ein Zusammenbrechen des Gold-Carry-Trades und des Leihgeschäfts durch plötzlich gestiegene Kurse. Dies geschah auch nicht, denn in der Folgezeit fiel der Goldkurs durch untereinander abgestimmte Aktionen der Zentralbanken wieder auf das Ausgangsniveau zurück.
Daraufhin verklagte der amerikanische Anwalt Reginald Howe im Jahr 2001 den damaligen amerikanischen Notenbankpräsidenten Alan Greenspan, die Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ) sowie fünf renommierte Geschäftsbanken, darunter JPMorgan Chase, wegen unerlaubter Preisabsprachen im internationalen Goldhandel zur Drückung des Goldpreises. Während des Prozesses sagte der damalige Gouverneur der Bank of England, Sir Edward George, folgendes aus: „Wir standen da und schauten in den Abgrund, falls der Goldpreis weiter gestiegen wäre. Ein weiterer Anstieg hätte einige Handelshäuser in den Abgrund gerissen und dies hätte möglicherweise alle anderen mitgerissen. Daher mussten die Zentralbanken den Goldpreis drücken – koste es was es wolle. Es war sehr schwierig, den Goldpreis unter Kontrolle zu bekommen, aber schließlich waren wir erfolgreich. Die US-Notenbank war sehr aktiv, ebenso wie Großbritannien.“
Für GATA sind dies eindeutige Manipulationsbelege. Die nächste Frage ist dann, welche Dimensionen diese Manipulationen einnehmen. Diese Frage ist aufgrund der wenig transparenten Bilanzierungsmethoden der Zentralbanken für Gold nicht ganz einfach und eindeutig zu beantworten. Die Analysten von Cheuvreux haben die Recherchen verschiedener Experten, die sich intensiv mit der Manipulationsthematik auseinander gesetzt haben – wie Frank Veneroso, James Turk, Reginald Howe – sowie das Datenmaterial der Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ) ausgewertet und kommen zu dem Schluss, dass es sich um eine Größenordnung von mindestens10.000 bis möglicherweise 15.000 Tonnen Gold handelt, das in den Büchern der Zentralbanken steht, aber nicht mehr in ihren Tresoren liegt.
Das ist ein gutes Drittel bis fast die Hälfte der gesamten Zentralbankbestände weltweit. Wenn diese Nachricht ihre Runde in Anlegerkreisen macht, gibt es für den Goldkurs keine Fesseln mehr, denn damit wäre das verbliebene Gold nicht nur ein Drittel oder die Hälfte mehr wert, als bei der augenblicklich angenommenen Menge. Bereits eine Verknappung von 10 Prozent könnte ausreichen, den Preis eines Rohstoffes oder einer Ware zu verdoppeln. Ein Minderbestand von einem Drittel bis gar der Hälfte des Volumens kann ungeahnte Preisbewegungen auslösen. Bei dem momentan zu beobachtenden weltweiten Liquiditätsüberschuss könnten in kürzester Zeit immense Geldbeträge bewegt werden, um das verbleibende wenige Gold aufzusaugen.